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Ab 370,50 €Seit vielen Jahren haben wir selbst verschiedene BullTron-Batterien im Einsatz – in unserem eigenen Kurzhauber nutzen wir die BullTron 200Ah Polar, 210Ah Polar und 270Ah Polar im Verbund und in unserem Range Rover P38 die 55Ah LiFePO4-Starterbatterie. Als einer der größten BullTron-Händler in Deutschland kennen wir die LiFePO4-Batterien nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern auch aus hunderten Kundengesprächen und dem direkten Austausch mit dem Hersteller. Wir zeigen, was drin steckt, welche Probleme auftauchen und wie gut die BullTron-Batterien wirklich sind im Langzeittest?
BullTron wurde 2019 von Danny Rehbock gegründet – damals noch mit Sitz in Lüneburg, aber seit 2026 in Radbruch ansässig. Die Idee dahinter war so simpel wie clever: kompakte Lithium-Batterien gepaart mit maximaler Kapazität und Leistungsabgabe, kombiniert mit einem Service der auf dem Markt zu diesem Zeitpunkt schlicht gefehlt hat.
Das Konzept ist aufgegangen. Innerhalb weniger Jahre hat sich BullTron zu einem der Marktführer für LiFePO4-Batterien entwickelt – besonders für die Montage unter dem Fahrzeugsitz, wo Platz knapp und Leistungsbedarf trotzdem hoch ist.
BullTron setzt auf prismatische Zellen – je nach Modell mit Einzel- oder Doppel-BMS. Das Doppel-BMS findet sich bei den größeren Modellen wie der 350Ah oder 540Ah Polar und sorgt dort für zusätzliche Sicherheit und höhere Entladeströme.
Als Batterie-Management-System kommt das Daly BMS zum Einsatz. Wer die alten BullTron-Batterien kennt, erinnert sich vielleicht noch an die generische Daly-App – funktional, aber nicht besonders komfortabel.
Mittlerweile hat BullTron eine eigene App entwickelt, die deutlich stabiler läuft als noch in den Anfangszeiten.
Wie bei allen Batterieherstellern kommen auch bei BullTron die Einzelteile aus Asien – das ist kein Geheimnis. Der Unterschied liegt im nächsten Schritt: konfektioniert werden die Batterien in Deutschland, aktuell am Standort in Radbruch bei Lüneburg.
Das hat einen praktischen Vorteil der sich für manchen erst nach Jahren zeigt: BullTron hat Ersatzteile vor Ort. Das klingt erstmal unspektakulär, wird aber nach Ablauf der Garantiezeit relevant. Während viele Hersteller darauf verweisen, dass Einzelteile nicht ausgetauscht werden können, ist bei BullTron eine Reparatur auch Jahre später noch möglich, falls nötig.
Da wir nicht glauben, was man uns erzählt, sondern alles selber testen wollen, haben wir natürlich auch ein paar BullTron LiFePO4-Batterien bei uns verbaut und möchten von unseren Erfahrungen auch im Vergleich mit Batterien anderer Herstellern seit 2022 berichten.
Unser Stromsystem im Kurzhauber ist alles andere als klein: Neben der BullTron 200Ah, 210Ah und 270Ah Polar laufen im Verbund noch zwei weitere 200Ah LiFePO4-Batterien eines anderen Herstellers sowie eine selbst gebaute 560Ah LiFePO4 mit Daly BMS und aktivem Balancer.
Insgesamt also knapp 20 kWh Kapazität, gespeist von 4.500 Watt Solar aus unserer Offgrid-Solaranlage – damit sind wir das ganze Jahr über vollkommen autark in Portugal.
Unsere Verbraucher sind dabei alles andere als bescheiden: zwei Klimaanlagen, Backofen, Teichpumpe und der normale Camping- und Büroalltag. Ein echter Langzeittest unter anspruchsvollen Bedingungen also.
Was uns dabei an den BullTron-Batterien auffällt: Sie haben die ausgeglichensten Zellen im gesamten Verbund. Während eine der Batterien vom anderen Hersteller nach einigen Jahren bereits leicht aufgebläht ist – ein Zeichen nachlassender Zellqualität – zeigen die BullTron-Batterien bisher keinerlei Auffälligkeiten.
Zur 210Ah noch ein kurzer Hinweis: Sie ist der Nachfolger der alten 200Ah. Der sichtbarste Unterschied ist das Gehäuse – früher Kunststoff, jetzt Metall.
Ansonsten setzt BullTron konsequent auf immer kompaktere Zellen, was die Batterien bei gleicher oder höherer Kapazität immer kompakter macht. Zwischen der 200Ah, 210Ah und der 270Ah haben wir im täglichen Betrieb keinen Unterschied bemerkt – alle laufen zuverlässig und unauffällig.
Unser Range Rover P38 ist ein Fahrzeug mit umfangreicher Elektronik – Luftfederung, Nivellierung, viel Bordelektronik. Mit einer normalen Bleibatterie war das immer ein Thema: nach spätestens zwei Jahren war die meist am Ende.
Lange haben wir auf eine Lithium-Starterbatterie gewartet, aber das Angebot war schlicht nicht vorhanden. Als BullTron 2025 ihre LiFePO4-Starterbatterie auf den Markt gebracht hat, waren wir unter den ersten die sie gekauft und verbaut haben.
Seither läuft die Elektronik des P38 problemlos. Die 55Ah reichen völlig aus um alles zuverlässig zu versorgen – und die Batterie hält ihre Spannung, was bei LiFePO4 keine Überraschung ist, aber im Alltag einen echten Unterschied macht.
Was wir ehrlich nicht beurteilen können: BullTron verspricht Laden bis -20 Grad und Entladen bis -30 Grad – ganz ohne verbaute Heizung. Wir leben in Portugal, solche Temperaturen kennen wir nicht. Das müssen andere testen.
Was wir aus Kundengesprächen sagen können: Viele haben ihr Wohnmobil inzwischen ebenfalls auf eine LiFePO4-Starterbatterie umgerüstet – und bereuen es nicht. Probleme oder Reklamationen hatten wir bisher keine.
Seit 2022 bieten wir BullTron-Batterien bei uns im Shop zum Verkauf an. Nach über tausend verkauften Stück und vielen Kundengesprächen kennen wir die Probleme, die immer wieder auftauchen. Die gute Nachricht vorweg: die meisten sind vermeidbar und liegen nicht an der Batterie selbst.

Klingt banal, kommt aber häufiger vor als man denkt. Die neuen BullTron Polar Batterien haben einen Ein-/Ausschalter am Gehäuse.
Wer den übersieht, wundert sich warum die Batterie keine Leistung liefert und auf nichts reagiert. Erste Anlaufstelle bei diesem Problem: Prüfen ob die Batterie eingeschaltet ist - der Schalter muss etwas vertieft sein.
Die Batterie kann jeweils nur mit einem Smartphone verbunden sein. Ist sie bereits mit einem anderen Gerät verbunden, taucht sie in der App nicht auf. Außerdem schaltet sich das Bluetooth-Signal nach einer Stunde ohne Strom automatisch ab – ein kurzer Lade- oder Entladeimpuls reaktiviert es wieder. Alternativ hilft ein Druck auf den ON-Knopf am BT-Sender. Als letztes Mittel: den BT-Dongle kurz rausziehen und wieder reinstecken.

Fehlende Standortfreigabe. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache wenn die App nicht funktioniert. Einfach in den Smartphone-Einstellungen die Standortfreigabe für die BullTron App aktivieren. Sollte auch das nicht helfen, die App nochmal löschen, alle bisherigen Bluetooth-Verbindungen in den Smartphone-Einstellungen entfernen.
Wenn das auch nicht hilft, hat BullTron in der Bedienungsanleitung noch ein paar zusätzliche Tipps.
Das passiert, wenn die Batterie über einen längeren Zeitraum nicht geladen wird und beispielsweise ein stiller Verbraucher die Batterie langsam leer nuckelt oder weil das Fahrzeug mit 50% Ladezustand abgestellt und monatelang nicht mehr kontrolliert wurde. Das BMS schaltet zum Schutz ab. In diesem Fall lässt sich die Batterie nicht mehr normal laden – sie muss mit einem speziellen Netzladegerät bei sehr niedriger Spannung langsam reaktiviert werden.
Doch du hast das richtige Produkt gekauft: BullTron bietet auch hier einen einzigartigen Service – Batterie einschicken, sie wird von BullTron wieder zum Leben erweckt und zurück geschickt.
Unser Tipp: Wer sein Fahrzeug längere Zeit abstellt, sollte regelmäßig den Ladezustand prüfen und die Batterie gegebenenfalls nachladen.
Das ist kein Fehler, sondern normal. Schon die kleinsten Fertigungstoleranzen bei den Zellen sorgen für einen unterschiedlichen Innenwiderstand, was dazu führt, dass sich die Batterien nicht exakt gleich laden oder entladen können. Sie gleichen sich während Ladung oder Entladung aber immer wieder an.
Wer den Ladezustand seiner Batterie mit einem Batteriecomputer überwacht, könnte feststellen, dass die Kapazitätsanzeige von der App abweicht. Das liegt daran, dass die App kleinste Ströme nicht registriert, was bei längerer Nutzung zu Abweichungen führen kann.
Da LiFePO4 Zellen im Verglich zu NMC-Zellen über den gesamten Ladezustand einen relativ konstanten Spannungsverlauf haben, ist eine regelmäßige Vollladung auf 100% nötig. Andernfalls kann es zu deutlichen Abweichungen bei der Anzeige in der App und dem tatsächlichen Ladezustand der Zellen kommen.
Nur bei einer Vollladung kann das BMS erkennen, dass die Batterie voll aufgeladen ist und die Anzeige in der App entsprechend auf 100% setzen.
Nach vielen Jahren im täglichen Einsatz in unserem eigenen Stromsystem und über tausend verkauften Batterien können wir sagen: BullTron hält, was sie versprechen.
Die Batterien sind kompakt, zuverlässig und haben in unserem Verbund die ausgeglichensten Zellen aller verbauten Hersteller. Die Verarbeitung ist solide, kein Aufblähen nach Jahren – während eine Batterie eines anderen Herstellers im gleichen Verbund bereits Verschleißerscheinungen zeigt.
Was uns aber genauso überzeugt wie das Produkt selbst, ist der Service dahinter. BullTron ist kulant, reagiert schnell und steht auch nach der Garantiezeit nicht mit leeren Händen da. Das ist in dieser Branche keine Selbstverständlichkeit.
Unsere ehrliche Einschätzung: Wer eine kompakte, leistungsstarke LiFePO4-Batterie sucht – ob für den Wohnmobil-Untersitz, ein Offgrid-System oder als Starterbatterie – macht mit BullTron nichts falsch.
Beim Kauf sollten man allerdings auf einen zertifizierten Fachhändler wie uns setzen, denn sonst hat man statt der fünf Jahre Hersteller-Garantie nur zwei Jahre Gewährleistung.